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Bankkonto eröffnen – so einfach geht die Antragstellung

Bankkonto eröffnen – darum braucht jeder ein eigenes Konto

Um am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen zu können, muss man bereits meist in jungen Jahren ein Bankkonto eröffnen. In fast allen Fällen ist das erste Bankkonto ein Girokonto. Darauf können Nutzer ihr Geld verwalten, Zahlungen entgegennehmen oder Überweisungen tätigen.

Oftmals muss man ein Girokonto eröffnen um Einkommen in Form von Gehalt, Rente oder staatliche Leistungen entgegennehmen zu können. Kaum ein Arbeitgeber erklärt sich dazu bereit, dass Gehalt in Bar oder als Scheck auszuzahlen. Ein Bankkonto ist daher in der Modernen Zeit unumgänglich, um vollständig am Geschäftsleben teilnehmen zu können.

Bankkonto eröffnen

Bankkonto eröffnen – Bild von Lukas Bieri auf Pixabay

Ein Bankkonto eignet sich daher für alle Altersgruppen. Jugendliche wollen meist bei erreichen der Volljährigkeit mit einem Girokonto die Verantwortung für die eigenen Finanzen übernehmen. Mit einem Guthabenkonto können auch Jugendliche erste Erfahrungen mit Geld sammeln. Das Konto kann nicht überzogen werden und eignet sich daher auch für als Taschengeldkonto für Kinder ab 12 Jahren.

Zum Glück ist es in der heutigen Zeit sehr einfach ein Bankkonto zu eröffnen. Moderne Nutzer suchen im Internet nach einer günstigen Direktbank um dort online ein Konto zu eröffnen. Alternativ bietet es sich, an wie von vielen gewohnt, bei einer Filialbank vor Ort ein Girokonto zu beantragen.

Der Nachteil von klassischen Banken wie der Sparkasse oder der Raiffeisenbank sind die teils hohen Kontoführungsgebühren. Wer Wert auf einen Ansprechpartner vor Ort legt sollte daher wie bisher in seinem Heimatort ein Bankkonto eröffnen.

Was braucht man um ein Konto zu eröffnen?

Kunden, die ein Bankkonto eröffnen möchten, brauchen in der Regel eine gute Bonität, um die Bank von der eigenen Zuverlässigkeit zu überzeugen. Die meisten Girokonten werden mit Einräumung eines Dispositionskredite an die Kunden vergeben.

Deswegen muss der Schufa-Score des Antragstellers positiv sein und es dürfen keine harten Negativ-Merkmale in der SCHUFA eingetragen sein. Verbraucher in einer Privatinsolvenz, mit einem Haftbefehl oder die eine eidesstattliche Versicherung abgegeben haben werden gerne von den Geldinstituten als Kunden abgelehnt.

Weitere Bedingungen für eine erfolgreich Kontoeröffnung sind ein regelmäßiges monatliches Einkommen und ein Wohnsitz in Deutschland. Alternativ genügt einigen Banken auch ein Arbeitsplatz in Deutschland.

Nur wenn Sie ein Basiskonto eröffnen wollen müssen Sie keine dieser Voraussetzungen erfüllen. Diese als Guthabenkonto geführten Konten müssen Sparkassen und andere Banken auf Grund eines Gesetzes immer anbieten. Ein solches Konto für Jedermann ist ein Girokonto ohne Überziehungsmöglichkeit, also ohne Einräumung eines Kredites.

Neukunden müssen sich bei dem Kreditinstitut, bei dem Sie das Bankkonto eröffnen wollen, via Post-Ident oder per Video-Ident ausweisen.

Dieser Vorgang geschieht in der Bankfiliale oder bei einer Postfiliale. Dazu benötigen Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.Durch dieses Ident-Verfahren soll ihre Identität zweifelsfrei festgestellt und überprüft werden.

Minderjährige Kontoinhaber können ein Konto nur mit der Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten eröffnen. Das sind meist die Eltern, die dann bei der Kontoeröffnung persönlich mit zur Bankfiliale gehen müssen.

Voraussetzungen um ein Bankkonto zu eröffnen:

  • guten Schufa-Score
  • ausreichende Bonität
  • regelmäßiges Einkommen
  • Wohnsitz oder Arbeitsplatz in Deutschland
  • gültige Ausweisdokumente

Welche Bank muss mir ein Konto eröffnen?

Manche Banken suchen sich Ihre Kunden gründlich aus und lehnen viele Antragsteller auch ab. Besonders sozial schwächer gestellte Kunden haben in der Vergangenheit eine Ablehnung erhalten, wenn sie bei einer Bank ein Konto eröffnen wollten. Um diesen Mißstand abzuschaffen gewährt § 31 Zahlungskontengesetz (ZKG) ein Recht auf ein Jedermann-Konto.

Dieser Paragraph wurde eingefügt, um die EU-Zahlungskonten-Richtlinie von 2015 in Deutschland umzusetzen. Dieses Basiskonto können seitdem alle Menschen, die sich seit dem 19.06.2016 legal in der Europäischen Union aufhalten, bei einer Bank ihrer Wahl eröffnen. Man kann sich also grundsätzlich von jeder Bank ein Konto einrichten lassen. Auch Ausländer und Menschen ohne Wohnsitz erhalten damit ein Konto in Deutschland.

Kann eine Bank dennoch Kunden ablehnen?

Alle Banken müssen laut Gesetz also auf Wunsch des Kunden ein Basiskonto bereitstellen. Es gibt aber einige gesetzliche Gründe die eine Ablehnung rechtfertigen. Die Gründe um eine Kontoeröffnung abzulehnen sind aber eher eng gehalten.

Aus diesen Gründen können Banken Kunden ablehnen:

  • Sie haben bereits bei einem anderen Kreditinstitut ein Bankkonto eröffnet,
  • Kunden haben gegenüber der Bank strafbare Handlungen vorgenommen,
  • der Antragsteller steht noch im Zahlungsverzug aus alten Kontoverträgen,
  • es werden falsche Angaben bei der Eröffnung gemacht,
  • das Konto wird für illegale Zwecke verwendet.

Verweigert ein Geldinstitut die Eröffnung eines Basiskontos oder kündigt ein Jedermann-Konto, dann muss die Bank diese Maßnahmen genau begründen. Es gibt aber auch eine Ausnahme, nämlich wenn die Bank Terrorfinanzierung oder Geldwäsche vermutet.

Nicht ablehnen darf die Bank eine Kontoeröffnung wegen der Schufa. Viele Ablehnungen werden mit mangelnder Kreditwürdigkeit oder aufgrund der Nationalität des Kunden begründet. Dies ist genau wie die Ablehnung eines Kontos bei einer unliebsamen politischen, religiösen oder kulturellen Einstellung verboten.

Was kostet es ein neues Konto zu eröffnen?

In der Regel verlangt jede Bank in irgendeiner Form Gebühren für die Führung des Kontos. Die Gesamtkosten pro Jahr können sich je nach Geldinstitut deutlich unterscheiden. Eine entscheidende Rolle bei den Kosten eines Kontos spielt die Jahres- oder Monatsgebühr.

Filialbanken, wie etwa die Sparkassen, lassen sich für Ihre Dienst in der Regel eine monatliche Gebühr für die Kontoführung bezahlen. Die Höhe der Kontoführungsgebühren beträgt je nach Bank und Art des Kontos zwischen zwei und zehn Euro pro Monat.

Nur wenige Direktbanken oder ein paar ausgewählte Filialbanken, wie etwa die Sparda-Bank, bieten die Eröffnung und Führung des Girokontos komplett kostenfrei an. Wer als Privatperson oder Geschäftsmann ein neues Bankkonto eröffnen will muss unbedingt alle Angebote der Banken besonders genau unter die Lupe nehmen und eine Kosten-Nutzen-Kalkulation vornehmen.

Fallen zusätzlich Transaktionskosten an?

Wer ein Konto eröffnet schaut in erster Linie auf die Höhe der Kontoführung. Dabei vergessen viele Kunden, dass häufig die Transaktionskosten ins Geld gehen können. Bei diesen Kosten handelt es sich um einen Sammelbegriff für diverse Kosten wie etwa die Gebühren für Überweisungen oder die Durchführung von Daueraufträgen.

Viele Banken sind in der Vergangenheit dazu übergegangen diese Kosten weggefallen zu lassen. Seit dem Jahr 2015 müssen viele Banken auf Grund des niedrigen Leitzinses hohe Strafzinsen für eingelagerte Gelder zahlen.

Deshalb haben einige Banken ihre Konditionen nachträglich wieder geändert und erheben wie damals zusätzliche Gebühren für Überweisungen und ähnliche Dienstleistungen. Seien Sie aufmerksam, ob Sie nicht etwa sogar bei normalen Dienstleistungen der Bank schon unnötige Gebühren. Überweisungen ins Nicht-EU-Ausland oder Rücklastschriften werden dagegen immer fällig.

Nur bei der Höhe dieser Gebühren und bei den Konditionen gibt es deutliche Preisunterschiede. Deshalb sollte man bei der Kontoeröffnung viele Banken vergleichen und dann erst das Bankkonto eröffnen.

Wie lange dauert die Einrichtung eines Girokontos?

Die Dauer der Kontoeröffnung hängt von einigen Faktoren ab. Beantragen Sie Ihr neues Girokonto online kann der Vorgang nur wenige Minuten dauern. Nach dem Absenden des Antrags zur Kontoeröffnung beträgt die Dauer bis zur zur vollständigen Kontoeröffnung etwa 5-7 Werktage. In manchen Fällen können Sie das Konto aber schon am gleichen Tag nutzen.

Die Bearbeitung des Antrags erfolgt oft sofort und dauert nicht länger als einen Tag. Im Anschluss muss noch die Identität geprüft werden. Nachdem sämtliche Dokumente vollständig bei der Bank eingegangen sind, werden Girokonto, Kredit- und EC-Karten eingerichtet und mit den Zugangsdaten (Geheimnummern wie Karten-PIN, User-ID, TAN-Listen) per Post übersandt.

Ein klassisches Bankkonto eröffnet man dagegen in der Regel bei einer Fillialbank vor Ort. Dort müssen Sie in einem ersten Schritt einen Termin vereinbaren um vor Ort die Papiere auszufüllen. Danach müssen Sie sich gegenüber einem Mitarbeiter legitimieren und die Schufa-Prüfung durchführen lassen.

Die Dauer der Kontoeröffnung hängt also davon ab, ob Kunde schnell einen Termin erhält und alle erforderlichen Unterlagen vorlegen kann. Die Überprüfung der Identität ist ebenso wichtig für die Dauer der Bearbeitung.

Kommt das Post-Ident-Verfahren zur Anwendung, so kann es von der Antragstellung bis zur Eröffnung des Kontos schnell ein bis zwei Wochen dauern. Erst dann können Sie als Kunde das Bankkonto samt Kreditkarte sowie Geheimnummern voll nutzen.

Bankkonto trotz negativer Schufa

Wie bereits weiter oben erwähnt ist es auch möglich ein Bankkonto trotz negativer Schufa zu erhalten. Sprechen Sie Ihren Bankberater deshalb explizit auf ein Basiskonto an. Ist die Bonität ungenügend, dann werden Sie sonst schnell abgelehnt, da Banken keine Kunden mit finanziellen Schwierigkeiten möchten.

Sie müssen aber damit rechnen, dass Sie bei schlechter Schufa das Konto nicht überziehen können, da das Basiskonto ein Guthabenkonto ist. Bei dieser Variante wird kein Dispositionskredit, also keine Krediteinräumung, bereitgestellt. Dennoch ist dieses Konto besser als über kein Girokonto zu verfügen.

Sie können bei negativer Schufa auch eine Bank wählen, die ein Konto ohne Kreditkarte bzw. nur eine Debit- oder Prepaidkarte anbietet. Der Umgang mit dem Schufa-Score des Kunden wird von diesen Geldinstituten möglicherweise großzügiger gehandhabt. Das liegt an der Tatsache, dass Sie mit der EC- oder Kreditkarte nur Geld abheben können, das als Guthaben auf dem Konto oder der Karte gespeichert ist. Genauso ist die Situation bei Guthabenkonten die ohne Bereitstellung eines Dispos auskommen.

Wichtiger Hinweis: Abstand nehmen sollten Sie immer vor Banken die ein Konto ohne Schufa-Prüfung eröffnen wollen.

Unser Fazit zum Thema Bankkonto eröffnen

Wer aktuell ein Bankkonto eröffnen will, der hat die Wahl zwischen Hunderten Angeboten zahlreicher Banken. Wer Wert auf persönliche Ansprechpartner vor Ort legt ist mit einem Bankkonto einer traditionellen Filialbank gut beraten. Wollen Sie dagegen alle Bankgeschäfte online erledigen, dann überlegen Sie ob es nicht sinnvoller ist bei einer Direktbank im Internet ein Konto aufzumachen.

Wie immer gilt es jedoch sämtliche Konten und Geldinstitute gründlich zu vergleichen. Die einzelnen Gebühren und Konditionen unterscheiden sich teilweise sehr deutlich. Wer ein günstiges Bankkonto möchte kann die bekannten Vergleichsportale wie Check24 oder Veriox besuchen und dort Girokonten vergleichen.

michileesch